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Kim da Silva - Nachruf

„Jeder hat sein Leben ganz zu leben.“
(Rudi Dutschke,  1940 – 1979)

Wer in den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in Österreich oder Deutschland erstmalig mit Kinesiologie in Berührung kam, der musste schon einen weiten Bogen um ihn machen, um seine Arbeit nicht zu konfrontieren.

KIM da Silva (geb. 1943) hat am 22.05.2016 in Bangkok, Thailand – dem Land, das sein DaHeim war und das ihn immer wieder inspirierte – die physische Welt verlassen.  Er war Forscher, Vortragender,  Autor, Lehrer, manch einem ein Freund und jedem sein individueller Sparringspartner. Ein klarer Geist einerseits, der danach strebte, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Anderseits war er stets ringend um einen Ausdruck, ein System, diese Dinge auch vermittelbar und lebbar zu machen. So sind einige beachtete Bücher entstanden und Unterlagen zu vielzähligen Kursen für diejenigen, die das Glück hatten, seine Seminare zu besuchen. In seiner Arbeit mit Klienten war er oft an Grenzen gegangen und ist selbst daran gestoßen.

Ein klarer Geist ist er auch bis zu seinem letzten Atemzug geblieben. In den letzten 4 Jahren seines Lebens, hielt Kim die eigene Krankheit sehr beschäftigt. Alles was er gelernt und gelehrt hatte und vorurteilslos alles, was andere darüber wussten auf sich anzuwenden, tat er mit wachem Verstand. „Die, die Krebs behandeln, haben meist nie selbst Krebs gehabt“, hat er Vertrauten gegenüber geäußert. Uns, die wir Kinesiologen sind, sagt er wohl: „Du kannst nicht heilen und du kannst nicht erlösen, das liegt nicht in deiner Macht. Du kannst lediglich die Dinge ans Licht bringen, auf das sie geheilt werden und erlöst.“

Kim da Silva ist am 22. Mai an den Auswirkungen von Krebs gestorben. Er hatte beschlossen, bewusst und klar seinen Weg zu gehen, tätig inmitten seines Schneesturms zu sein und zu bleiben.

Kim – Danke für deine Hinwendung und unermüdliche Arbeit.

Der österreichische Berufsverband für Kinesiologie