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IMPULS-Kinesiologie - Die Zeitschrift des ÖBK

IMPULS 29 ist seit wenigen Wochen erhältlich.  Es hat diesmal das Metallelement zum Thema, mit vielen spannenden und informativen Beiträgen.

Impuls-Kinesiologie_29Stell Dir vor, es war Weltuntergang
und keiner hatte es bemerkt!

Ein Thema am Rande mitzubekommen hat gereicht, um eine eigene Geschichte zu backen: man nehme ein bisschen vom Maya-Kalender, schütte ein wenig Glauben dazu, streue eigene Gedanken hinein , dazu eine Prise Vertrauen in das Wissen eines alten Volkes. Zum Schluss  noch eine kräftige Portion Sensationslust und schon sind wir bereit für den Weltuntergang, der jedoch, trotz 100facher Ankündigung und Panikmache in den Medien, am Ende doch nicht kommen wollte. Und jetzt, danach, will keiner mehr so recht zugeben, je daran geglaubt zu haben. Selbst die, die schon bestens gerüstet waren, hüllen sich nun in Schweigen. (Oder vielleicht sind ja nur wir so einfältig, dass wir nicht einmal bemerkt haben, dass wir schon längst untergegangen sind ...)

Die Sache mit den Glaubenssätzen
Wir alle haben unsere Überzeugungen, aber sind wir uns all unserer Glaubenssätzen bewusst, die wir - ohne das vielleicht zu bemerken - auf den Lippen vor uns her tragen? In unseren Kinesiologieausbildungen lernen wir, wie wir unvoreingenommen an die Bearbeitung der Themen unserer KlientInnen herangehen sollen. Wir besuchen Seminare zur Selbsterfahrung, um unsere eigenen Lebensthemen von denen unserer KlientInnen besser differenzieren zu können und lernen wundervolle Werkzeuge wie beispielsweise den kinesiologischen Muskeltest kennen, mit denen es uns möglich ist, unter die Oberfläche zu sehen und unsere Wahrnehmung abzusichern.

Im unserer Serie zu den Fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin im „Impuls Kinesiologie“ bleibt uns nun als letztes das „Element Metall“.  Dieses Element beinhaltet Eigenschaften, die für die kinesiologische Arbeit unerlässlich sind: Klarheit  zu haben, um uns nicht aufs Glatteis zu begeben oder in Sackgassen zu landen. Wir sichern damit Ergebnisse ab, halten unseren KlientInnen (und auch uns selbst) einen Spiegel vor und überprüfen unsere eigenen Erwartungshaltungen. „Sehen was ist und annehmen was ist“, sind wohl die größten Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben. „… keine Erwartungen und keine Beschränkungen …“ drückt es der Brain Gym – Begründer Paul Dennison aus. All das setzt die ausgereifte menschliche Fähigkeit zum Wechsel von Assoziation und Dissoziation voraus. Eine Fähigkeit, die als eine der herausragenden Themen im Element Metall beheimatet ist: Nähe und Distanz immer wieder neu einzustellen,  nicht zu jeder Zeit im Thema assoziiert oder sogar verstrickt zu sein sondern (sich) reflektiert (aus dem Element Erde heraus) wahrzunehmen und zu erkennen, ob und wie wir dran beteiligt sind.

Man könnte es auch so ausdrücken: Dank des Elements Metall gibt es die Fünf Elemente der Traditionellen Chinesischen Medizin. Erst die menschlichen Fähigkeiten - voraus und in größeren Zusammenhängen  zu denken, Analogien zu erkennen, Strukturen zu erarbeiten  und über das Sein zu philosophieren - ermöglichen das Erschaffen von Kultur.
Und darüber hinaus, ohne die Codierung  von Empfindungen, Gefühlen und Gedanken in Buchstaben und Worte,  ist Kommunikation nicht möglich und damit keine Menschwerdung im kulturellen Sinn. Ohne Aufzeichnung des eigenen Lebens keine Vergangenheit und kein Gedanke an die Zukunft. Ohne Geschichte keine Identität. Identität ist Voraussetzung für unsere Entwicklung, aber ohne das Element Metall kein Wissen in welche Richtung wir uns entwickeln können.

Instinkt – ebenfalls ein Baustein im Element Metall („immer der Nase nach“) – allein ist zu wenig für die Entwicklung des Einzelnen wie auch die der Menschheit im größeren Sinne. So bekommt das Element Metall das vielleicht menschlichste Gesicht aller Fünf Elemente, weil es uns zu Lebewesen erklärt, die über ihre Grenzen hinausdenken können und die Fähigkeit zur Abstraktion besitzen.
Mit Stolz können wir Ihnen die neue Ausgabe unseres „Impuls Kinesiologie“, als sichtbares Zeichen der Struktur, die wir in unserem Land für die Kinesiologie geschaffen haben, präsentieren.  Kinesiologische Arbeit setzt einen Maßstab für Qualität in vernetztem Denken und Handeln. Die Struktur, die wir vor Jahren mit unserem Berufsverband geschaffen haben, wurde durch diese Ausgabe neuerlich gestärkt und durch die vielen interessanten Artikel von kompetenten AutorInnen zum Thema ist es uns wieder gelungen, die Qualität unserer Zeitung aufrecht zu halten.

Ich wünsche uns allen als Abschluss dieser Ausgaben des „Impuls Kinesiologie“ zu den Fünf Elementen in einer neuen Ära des Maya Kalenders, dass wir alle
 

(Christian Dilinger)

IMPULS 29 liegt bereits als komplette Ausgabe zum Download bereit. Die Ausgaben vor 2009 haben wir unter dem Menüpunkt IMPULS (2001-2008) rechts bereitgestellt. Die Nummern 1-6 bleiben jedoch verschollen. Daher wir rufen alle Mitglieder auf, ihre alten Bestände zu durchforsten so dass die Sammlung komplet im Internet zu finden ist.

Impuls 30 erscheint Anfang September2013. Schwerpunktthema ist diesmal das Gehirn. Abgabeschluss für Manuskripte und Schaltungen ist der 30. Juni 2013. Die aktuellen Inseratpreise finden sie hier. Wie immer gibt es für Mitglieder spezielle Konditionen.

Sie sind noch kein Mitglied des ÖBK, möchte jedoch die Printausgabe der Zeitschrift IMPULS-Kinesiologie regelmäßig beziehen, dann ist vielleicht das IMPULS-Abo das richtige für sie.

Die Artikel der bisherigen Ausgaben liegen nach Themen geordnet auf der Homepage bereit.